Wie gefährlich sind Bettwanzen

Die Wirkung der Bettwanzen-Stiche auf den Menschen

Bettwanzen-Stiche

Bettwanzen sind im Vormarsch und in den letzten Jahren nimmt dieses Schädlings-Problem immer mehr zu. Oft werden  diese Tierchen vom Urlaub mit nachhause gebracht.

Im Reisegepäck sowie in Kartons und Verpackungen können sich die Parasiten unbemerkt einnisten. In bestimmten Ländern wie Dänemark, der Schweiz sowie Nordamerika nimmt die Verbreitung dieser Wanzen drastisch zu.

Auch durch den Kauf antiker Möbel kann es passieren dass sich die Parasiten plötzlich im Haus befinden und sich rasant vermehren. Es ist dann nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die ersten Stiche einstellen.

 

Seit wann treten Bettwanzen verstärkt auf

Nach dem zweiten Weltkrieg existierten diese Wanzen in dem meisten Ländern Europas überhaupt nicht mehr. Bedingt durch die Globalisierung sind diese Parasiten in den letzten Jahren jedoch auch wieder in Europa und damit auch in Deutschland zu finden.

Die Tierchen sind nachtaktiv, lieben es warm und trocken. Nachts krabbeln sie dann aus allen Ritzen und Ecken in denen sie tagsüber Schutz suchen. Sie können nicht fliegen, aber lange Zeit geduldig abwarten. Ob in Koffern, Kartons, Möbelstücken oder auch Kleidungsstücken-sie werden nachts aktiv und verbreiten sich in ihrer neuen Umgebung.

 

Wie sind die Wanzen zu erkennen

Die Kotspuren sind verräterisch: kleine schwarze Pünktchen sind es, die an Bettrahmen und Tapeten zu finden sind. Das Aussehen der kleinen Punkte sieht einem Fliegendreck ähnlich. Als Krankheitsüberträger sind Bettwanzen allerdings nicht bekannt. Ein typischer Geruch verrät ebenfalls die Anwesenheit dieser Parasiten. Ein eklig süßlich riechendes Sekret wird über die Drüsen dieser Tierchen abgesondert.

Der Stich an sich wird von den Menschen nicht sofort wahrgenommen, aber die Folgen schon. Juckende rote Flecken an den betroffenen Stellen sind ein untrügliches Zeichen für Bettwanzen. Durch ständiges Kratzen an diesen Stellen kann im schlimmsten Fall die Bildung ein Ekzems begünstigt werden.

Ob durch diese Stiche auch eine Infektion mit dem Hepatitis B – Erreger möglich ist, wurde noch nicht geklärt.

Auch warmblütige Säugetiere wie Hunde und Katzen werden von dieser Wanzenart befallen.

Bettwanzen sind Parasiten und ernähren sich von Blut. Dieses zapfen sie jedoch nur in geringen Mengen vom Menschen ab. Es kommt allerdings bei vielen Menschen zu Rötungen und Schwellungen der Haut an den Stich-Stellen. Diese sind dann verbunden mit erhöhtem Juckreiz. Behandelt werden sollen diese Stiche auf jeden Fall. Die Stiche ähneln oft einem Hautausschlag und werden daher nicht sofort mit Parasiten in Verbindung gebracht.

Bettwanzen beißen nicht, sondern stechen. Der Unterschied zu Flohbissen: diese erzeugen einen intensiveren Juckreiz und hinterlassen Verdickungen auf der Haut, die ungefähr die Größe einer Erbse haben. Sind keine Haustiere in der Wohnung, liegt die Vermutung nage dass es sich um Bettwanzen handelt sobald Juckreize auftreten. Denn Flöhe werden meistens von Hunden und Katzen übertragen.

 

 

Übertragung von Krankheiten

 

Wie gefährlich sind Bettwanzen- aktuelle Erkenntnisse

Bis jetzt herrschte die Meinung, dass diese Parasiten keine Krankheiten übertragen können. Diese Meinung hat sich inzwischen geändert.

Nach neuesten Erkenntnissen können Bettwanzen auch Krankheiten übertragen (über ihren Kot). In südlichen Ländern kam es bereits vor dass durch den Erreger die Chagas-Krankheit übertragen wurde. Sie sind demnach nicht nur einfache Quälgeister sondern auch ein ernst zu nehmendes Gesundheitsproblem.

Chagas kann im fortgeschrittenen Stadium sogar tödlich enden. Bei dieser Krankheit dringt der Parasit in die Muskelzellen ein und schädigt diese. Dieser Erreger kann sich sehr weit verbreiten ehe ein Fall im Krankenhaus behandelt werden muss.

In Lateinamerika wurde festgestellt dass Bettwanzen resistent gegen viele Gifte sind.

„Chagas ist eine tödliche Krankheit. Millionen Menschen sind davon betroffen. Der Erreger ist ein Parasit, der in die Muskelzellen etwa des Herzens eindringt und sie schädigt. Besonders gefährlich daran: Die Krankheit bleibt Jahrzehnte verborgen. Der Parasit kann sich also weit verbreiten, ehe ein einziger Fall im Krankenhaus auftaucht.“  (Quelle: https://bit.ly/2FTMlJ9)

Der Kampf gegen diese Plagegeister kann ermüdend werden. Der unangenehme Juckreiz wird oftmals nicht sofort als Bettwanzen Befall erkannt. Das Problem dabei ist auch dass diese Parasiten recht klein sind und nicht sofort entdeckt werden. Betten sind ihr bevorzugter Aufenthaltsort. Aber auch in anderen, oftmals schwer zugänglichen Stellen, legen die Wanzen ihre Eier ab.

Parasiten auf Haustieren

Auch Haustiere sind ein beliebter Aufenthaltsort für Flöhe und Wanzen. Sie ernähren sich von tierischem und menschlichen Blut. Also ein Haustier nach Möglichkeit nicht in das Schlafzimmer lassen falls ein akutes Bettwanzen-Problem erkennbar ist.

Nach Medienberichten kommen die Wanzen in Ferienunterkünften und Hotels immer häufiger vor.

Wie sind Bettwanzen zu erkennen

Besonders bei Kleinkindern sollte in Hotelunterkünften immer gut acht gegeben werden. Berichten zufolge kann sich bei ihnen besonders schnell eine Entzündung bilden. Bei allergischen Reaktionen ist es immer gut, einen Arzt aufzusuchen. Ein unverkennbares Zeichen ist der einsetzende Juckreiz und – bei längerem Befall- die sogenannten “Wanzenstrassen”. bei manchen Menschen kann es zu größeren Hautentzündungen sowie Unbehagen und sogar zu Sehstörungen führen.

Warum kommt es zum Juckreiz nach einem Stich ?

Stechapparat einer Bettwanze

Der Grund dafür ist der Speichel des Parasiten auf den die menschliche Haut reagiert. Durch den Stich wird der Speichel in die Haut injiziert. Der stachelähnliche Mund-Fortsatz macht dies möglich.

Im Speichel hat die Wanze ein Sekret, welches eine leicht betäubende Wirkung hat. Dadurch wird der Stich auch nicht sofort wahrgenommen. Die Aufnahme der Nahrung (also das Blut) kann dadurch zügig fortgesetzt werden. Optimiert wird dies zusätzlich durch eine gerinnungshemmende Substanz, welche sich ebenfalls im Speichel der Bettwanze befindet. Sie ist also optimal ausgerüstet um sich in Ruhe voll zu saugen.

 

Unterschied Flohbiss-Bettwanzenstich

Wichtig ist es zu wissen dass Flöhe springen (und zwar bis zu einem halben Meter hoch) und jederzeit zubeißen können. Meistens erfolgt diesen im unteren Bereich des menschlichen Körpers. An Füßen und Beinen ist dies am wahrscheinlichsten, sogar an Stellen die normalerweise mit Kleidung bedeckt sind.

Bettwanzen dagegen stechen. Und zwar nachts ohne dass die Betroffenen sofort etwas davon merken. Erst am kommenden Morgen können sich die Stiche als rote, juckende Flecken sichtbar werden. Die Körperstellen von den Beinen aufwärts sind am meisten betroffen. Springen oder gar fliegen können Bettwanzen nicht.

Erhärtet sich der Verdacht auf einen Befall mit Bettwanzen, sollte zuerst gezielt nach den Plagegeistern gesucht werden. Und zwar nicht nur nach den Wanzen selbst sondern auch nach Kotspuren und den abgelegten Häuten. Danach kann die Bekämpfung in Gang gesetzt werden.

 

Bettwanzen loswerden

Es ist leider ein längerer Prozess die Bettwanzen wieder loszuwerden sobald sich diese einmal in der Wohnung befinden. Denn die Tiere sind sehr widerstandsfähig und können auch längere Zeiten ohne Nahrung auskommen. Durch die akute weltweite Ausbreitung die in den letzten Jahren eingesetzt hat, machen sich diese Parasiten auch wieder in deutschen Schlafzimmern breit.

Es lässt sich auch nicht verhindern dass Reisende diese Tierchen mitbringen. Egal ob Urlaubs-oder Geschäftsreise, die Tierchen sind klein und werden nicht sofort erkannt. Ist die Suche nicht gezielt, werden die ca. 5mm großen Tiere leicht übersehen. Niemand bemerkt den Befall sofort, sondern leider erst wenn die ersten Anzeichen da sind.

Tagsüber sind die meisten Wanzen und Parasiten überhaupt nicht zu sehen, da diese nachtaktiv sind. Sie verstecken sich in jeder nur denkbaren Nische. Sei es Fußleisten, Gardinenstangen oder Rückwände von Bilderrahmen oder Schränken-wo sie die Dunkelheit schützt fühlen sie sich geborgen.

Erst in der Dunkelheit gehen die Tierchen auf Futtersuche. Das aus dem Menschen kommende Kohlendioxid (Atemluft) zeigt ihnen den Weg. Die sensiblen Rezeptoren der Wanzen nehmen dies wahr und die Tiere suchen einen Wirt an dem sie sich vollsaugen können.

Ein weiteres Problem besteht darin dass sich die mit den Bettwanzen konfrontierten Personen nichts anmerken lassen (Unsicherheit oder Scham) da es ja auch keine Meldepflicht gibt.

Können Bettwanzen Farben unterscheiden ?

Wissenschaftlichen Berichten zufolge können die Tiere viele Farben wahrnehmen und unterscheiden. In Berichten der Oxford Academy wird dies detailliert beschrieben. Die Farben schwarz und rot werden von Bettwanzen am besten wahrgenommen. Hellere Farben wie gelb und grün meiden sie dagegen.

Führt mangelnde Hygiene zu Parasiten-Befall ?

Diese Annahme ist eindeutig falsch. Es hat ja ganz andere Ursachen, wenn es zu einem Befall kommt. Zum einen ist es möglich, dass dies in Hotelbetten passiert oder durch den Kauf gebrauchter Kleidung oder alter Möbelstücke. Selbst bemerkt man es erst wenn sich die Tiere ausgebreitet haben. Außerdem sind Bettwanzen wahre Überlebenskünstler und können bis zu einem halben Jahr (!) ohne Nahrung auskommen. Die weiblichen Tiere legen ca. 300 Eier im Laufe eines Jahres (älter werden die Tiere nicht).

Die Reiselust der heutigen Menschen trägt auf jeden Fall dazu bei, sich diese Parasiten unbemerkt einzufangen. Da diese Parasiten in manchen Ländern ja noch nie ausgerottet waren, ist es unmöglich einen eventuellen Befall auf Urlauber zu vermeiden.

Das Eingreifen eines Schädlings-Bekämpfers ist sehr teuer und es ist daher ratsam zuerst alle Maßnahmen der Selbsthilfe auszuschöpfen. Wird alles intensiv und ordentlich durchgezogen, dürfte das Problem in absehbarer Zeit erledigt sein.

 

Weitere wissenswerte Erkenntnisse

Nachgewiesen wurde auch dass herumliegende Dreckwäsche von Bettwanzen erkannt wird. Die Wanzen werden durch den Geruch angelockt. Haben sie keinen “Zugriff” auf ein menschliches Opfer, versuchen sie ihr Glück auch an schmutziger Wäsche.

In den Wäschebeuteln die ja in jedem Hotelzimmer zu finden sind, nisten sie sich schnell ein und die weltweite Verbreitung wird damit ebenfalls gefördert. Reisende werden oft aufgefordert, die Wäsche nicht auf dem Boden herumliegen zu lassen. Alles hat also seinen Grund.

Wie bereits erwähnt: bei empfindlichen Menschen können diese Stiche auch üble Nachwirkungen haben.

Hat der Mensch nach Bettwanzen-STichen automatisch Eier an sich ?

Bettwanzen verstecken ihre Eier gut, meist in dunklen Ritzen und sonstigen dunklen Stellen. Auf den Wirt (also dem Menschen) werden diese niemals abgelegt. Die Eier haben eine milchig-weiße Farbe und sind ca. 2-10 mm groß.

Es tauchen in der Presse immer wieder Artikel auf in welchen gezeigt wird wie ernst ein Bettwanzen-Befall auch in öffentlichen Einrichtungen genommen wird. Wie hier im Luxemburger Wort.

 

Bettwanzen mögen Wärme, Körpergeruch und Kohlendioxid 

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