Ungeziefer bei Tieren

Ungeziefer bei Tieren: Wanzen und Flöhen

Flöhe an Tieren

Es ist leider oftmals unvermeidlich sich mit der Beseitigung von Flöhen oder Wanzen bei seinem Haustier auseinander zu setzen. Warmblütler sind eben bei Ungeziefer besonders beliebt.

Hunde und Katzen sind oft von diesen Parasiten befallen und es ist nicht einfach, das richtige Mittel für die Bekämpfung zu wählen.

Empfohlen werden ja genügend Mittel und viele davon sind ohne Frage auch wirksam. Aber leider auch gut angereichert mit Chemikalien. Und ist ein Tier im Haus, dann ist es wohl besser nach Mitteln zu suchen, die frei von chemischen Zusätzen sind.

Kieselgur-ein Mittel aus der Natur

Dieser Rohstoff aus der Natur eignet sich hervorragend zur Bekämpfung von Ungeziefer bei Tieren. Kieselgur ist auch bekannt als Bergmehl, Kieselmehl oder Diatomeenerde.

Kieselguhr wird aus den Schalen versteinerter Überreste fossiler Kieselalgen hergestellt und ist damit frei von Chemie. Seinen Namen hat es von den zermahlenen Bruchstücken der fossilen Algenschalen (Guhr- ein volkstümlicher Ausdruck). Es ist eine weiße, pulverförmige Substanz mit einer sehr porösen Struktur.

Die Anwendung dieses Mittels ist für Mensch und Tier unbedenklich. Durch die scharfen Kanten wirkt es bei Parasiten und Insekten tödlich da es diese entwässert und austrocknet.

Kieselguhr ist für viele Bereiche ein sehr geschätzter Rohstoff und wird gern benutzt.

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Bei Tieren, die im Haus gehalten werden, ist eine konstante Reinigung des Tieres sehr zu empfehlen. Denn falls ein Parasit seine Eier im Fell eines Tieres ablegt, fallen diese mitunter auch in der Wohnung ab und verbreiten sich dort. Auf Teppichen oder an Möbelstücken werden diese auch nicht sofort entdeckt.

 

Die Behandlung mit Kieselgur

Folgende Schritte sind auszuführen:

  • Kieselguhr (kleine Menge) auf das Fell des Tieres geben und einreiben.
  • Intensiver ist die Wirkung wenn das Pulver mit einem Kamm oder einer Bürste eingerieben wird.
  • In die Ohren und Augen des Tieres sollte das Pulver nicht gelangen.
  • Das Kieselguhr überall dort verteilen wo sich das Tier meistens aufhält.
  • Das Mehl sollte in die kleinsten Ritzen gelangen können.
  • Ist es nötig, auch Teppiche zu behandeln, dann werden diese nach einem Tag wieder abgesaugt.

Auch im Freien lässt sich dieses Mehl natürlich effektiv überall dort verwenden wo Parasiten vermutet werden. Handelt es sich zum Beispiel um weiche Unterlagen, dann ebenfalls wieder einen Tag einwirken lassen und anschließend absaugen.

Die Maßnahmen alle zwei Woche wiederholen bis kein Ungeziefer mehr festzustellen ist. 

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Parasiten bei Hunden

Auf dieses Thema lohnt es sich gesondert einzugehen. Denn der Hund als Haustier wird immer beliebter und wir wollen diesem Haustier das Dasein natürlich so angenehm wie möglich gestalten.

  • Hundeflöhe

Diese Parasiten sind wohl am bekanntesten und Hunde fangen sich diesen leicht ein. Der Kontakt mit einem anderen Tier welches mit den Parasiten befallen ist, reicht schon aus. Flöhe “springen” vom einen Wirt zum anderen, da sie für ihre Größe recht kräftige Beine haben.

Bestimmte Floh-Arten befallen auch Menschen und erzeugen stark juckende kleine Wunden.

Sie fühlen sich wohl bei Temperaturen über 20° C und einer mittleren Luftfeuchtigkeit von ca. 50 %.

Symptome für einen Floh-Befall

Die befallenen Tiere reagieren auf den Speichel der Flöhe. Ein starker Befall erzeugt Hautentzündungen, Krustenbildungen und geht bis zum Haarausfall. Bei kleineren Hunderassen kann es auch zu einer Anämie (Blutarmut) kommen.

Wie erkenne ich dass es sich um Flöhe handelt

Die Flöhe an sich sind ersichtlich im Fell der Tiere. Auch der Floh-Kot mit seiner schwarzen Farbe ist schnell erkennbar.

Behandlung

Als ersten Schritt den Hund mit einer geeigneten Bürste gegen die Wuchs-Richtung der Haare gründlich ausbürsten. Der Kot der Flöhe wird dadurch zuerst entfernt.

Weitere Behandlungs-Schritte

Wirksame Mittel gegen Flöhe besorgen: Spray, Puder, Floh-Halsbänder.

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Unmittelbare Umgebung des Hundes gezielt behandeln

Am besten vollflächig mit Kieselgur behandeln. Dieses einen Tag einwirken lassen und anschließend gut reinigen und Absaugen. Dieses sollte in der Folgezeit regelmässig gemacht werden

Die meisten natürlichen Mittel, welche oftmals empfohlen werden, sind in der Regel unwirksam.

Vorbeugung gegen Parasitenbefall

Sobald es wärmer wird, kann den Hunden schon ein Floh-Halsband angelegt werden. Hierbei sollte natürlich auf die Anweisungen des jeweiligen Herstellers geachtet werden. Denn jedes Band ist für eine bestimmte Größe des Hundes ausgelegt.

Hundefloh-Katzenfloh-Menschenfloh

Die Plage der Kreatur durch Flöhe ist schon uralt und wird wohl niemals endgültig aus dem Weg zu schaffen sein. Die günstigste Voraussetzung für ihre Vermehrung finden diese bei einer Temperatur über 20°C und einer Luftfeuchtigkeit größer als 50 Prozent.

Das Paradoxe ist, dass Hunde meist von Katzenflöhen oder den Flöhen von Menschen befallen werden. Der eigentliche Hundefloh dagegen ist weniger anzutreffen. Flöhe vermehren sich sehr schnell und die schnelle Bekämpfung ist daher wichtig.

 

Weitere Parasiten

Haarlinge/Kieferläuse

  • Symptome schnell und sicher erkennen

Diese Tierchen sind eine Unterart der Läuse (gehören zur Gattung der “Kieferlaus”) und sind glücklicherweise nicht so oft zu finden. Sie sind mit bloßem Auge sichtbar und fühlen sich wohl im Fell des Hundes. Ihre Eier legen sie ebenfalls im Fell des Hundes ab und diese bleiben ziemlich fest daran kleben.

Im Volksmund spricht man von “Nissen” – eine Art Verfilzung des Felles. Im Gegensatz zu den Läusen ernähren sie sich von den Hautschuppen und Wundsekreten der Vierbeiner.

  • Welche Reaktionen zeigt der Hund nach einem Befall

Das Tier beknabbert sich selbst an allem möglichen Körperstellen. Eine zunehmende Unruhe ist ebenfalls festzustellen. Ein zunehmendes Kratzen, Putzen und Knabbern sind ein typisches Zeichen für das Vorhandensein dieser Parasiten. Das gesamte Fell bekommt ein unschönes Aussehen.

  • Besteht eine Ansteckungsgefahr durch Haarlinge ?

Hier ist nichts bekannt, da diese Parasiten am liebsten bei ihrem Wirtstier bleiben. Auf andere Tiere kann natürlich eine Übertragung stattfinden. Ältere oder kranke und schwache Tiere sind am meisten durch diese Parasiten-Art gefährdet.

  • Bekämpfung der Haarlinge

Insekten tötende Behandlung mittels einer Badekur oder durch Behandlung mit Puder.

 

Hundemilben

Je nach Stärke des Milben-Befalles und der Milben-Art löst dieser einige Hautreaktionen aus.

Wie erkenne ich dass es sich um Milben handelt ?

Zu finden sind diese kleinen Tierchen überall, sowohl im Freien als auch bei Artgenossen unserer Vierbeiner. Ganz verhindern lässt sich ein Befall dieser kleinen Spinnentiere nicht und auch mit den Augen lassen sich diese meist nicht sofort erkennen.

Milbenarten

  • OHRMILBEN

Diese Parasiten bevorzugen den äußeren Gehörgang der Hunde. Vor allem bei Jungtieren halten sie sich bevorzugt auf. Sie ernähren sich von abgestorbenen Hautzellen und der Körperflüssigkeit der Tiere.

Die Anwesenheit dieser Milbenart kann zu größeren Entzündungen führen. Diese sind erkennbar an einem schwarz-brauen Sekret.

Die Ohrmilben sind ansteckend wenn die Hunde im Kontakt mit bereits befallenen Artgenossen sind.

  • HERBSTGRASMILBE

Ein Anzeichen für den Befall dieser Milbenart ist es wenn die Hunde anfangen ihre Pfoten zu benagen. Die Herbstgrasmilben halten sich auf Gräsern auf und der Kontakt mit diesen ist bei Spaziergängen nicht zu vermeiden.

Durch den Speichel (dieser wirkt als Allergen) dieser Milben kommt es bei befallenen Hunden zu einem starken Juckreiz. Auch wenn die Parasiten nicht mehr vorhanden sind, ist die geschädigte und gereizte Haut empfindlich gegen Infektionen.

  • HAARBALGMILBE

Diese Milbenart ist oft auf Hunden angesiedelt und wird kaum bemerkt. Jungtiere werden bevorzugt von Haarbalgmilben. Kommt es zu einer starken Besiedelung durch diese Milben, können gerötete oder haarlose Stellen auf dem Fell auftreten.

Bei ca. 90 % dieses Parasiten-Befalles kommt es zu einer Spontanheilung und der Fall hat sich somit erledigt.

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  •  RAUBMILBE

Diese Milbe ist ansteckend und nicht auf einen bestimmten Wirt spezialisiert. Es können sowohl Hunde als auch Katzen und sogar Kaninchen befallen werden.

Der direkte Kontakt zu einem anderen bereits infizierten Tier reicht hier schon aus, um einen Befall auszulösen.

Diese Milben leben auf der Haut der Wirtstieren und durchstechen diese zur Aufnahme der Flüssigkeit aus dem Gewebe. Die abgelegten Eier der Weibchen haften im Haarkleid des befallenen Tieres. In 5-6 Wochen entwickeln sich dann die adulten Tiere.

  •  GRABMILBE (oder Sarcoptes-Milbe bzw. Krätzmilbe genannt)

Diese Milbenart ist für Hunde ziemlich unangenehm, da diese Parasiten einen sehr starken Juckreiz verursachen.

Außerdem verursachen diese Milben die bekannte Räude bei den Hunden. Ein direkter Kontakt mit anderen Tieren ist nicht nötig um einen Befall zu verursachen.

Die weiblichen Grabmilben bohren dabei in die Haut der Hunde und legen ihre Eier ab. Vor allem dadurch kommt es dann zu starkem Juckreiz, da auch der Speichel der Milben allergische Reaktionen auslöst.

Es kommt dadurch oft zu Verletzungen der Haut und in der Folge zu Entzündungen.

Die Hautveränderungen sind zuerst im Kopfbereich zu erkennen. In der Folge wird der gesamte Körper erfasst.

Eine rechtzeitige Behandlung ist sehr wichtig, da der Vierbeiner an dieser Erkrankung auch sterben kann.  

Behandlung der Hunde-Milben

Es ist zum Glück nicht schwierig, die Grabmilben loszuwerden bzw. einem Befall vorzubeugen. Ein spezielles Shampoo mit dem der Hund beim Baden behandelt wird, hilft schon viel. Einmal wöchentlich anwenden und der Vierbeiner ist auch vorbeugend geschützt.

Ein regelmässiges Auskämmen des Felles ist ebenfalls wichtig und beugt einem Parasiten-Befall vor. Für diesen Zweck gibt es spezielle Kämme. Diese sind in ihrer Wirkung effektiv gegen Parasiten aller Art.

 

Spray gegen Grasmilben:

 

Blutsaugende Parasiten: Zecken

Diese Tierchen saugen sich bei ihrem Wirt (zum Beispiel Hund) voll und-falls sie nicht bemerkt werden- lassen sich wieder fallen im vollgesaugten Zustand. Sie “springen” auf ihre Opfer und reagieren auf Wärme.

Die Zecke kann durch ihren Stich Krankheiten übertragen, das sie  während des Stiches ein Sekret absondert um das Blut am Gerinnen zu hindern. Dadurch wird das Absaugen des Blutes vereinfacht.

Das Fell des Hundes sollte also regelmäßig untersucht werden, denn ja eher die Plagegeister entfernt werden, desto besser. Ist die Zecke schon größer und damit vollgesaugt, dann den Hund in der Folgezeit genauer beobachten um eine eventuelle Infektion festzustellen. Falls dies der Fall ist, hilft der Tierarzt am besten.

Da auch der Mensch von Zecken befallen wird, muss erwähnt werden dass in manchen Gebieten durch einen Zecken-Biss Gehirnhautentzündung und Borreliose übertragen werden können.

Eine Zecke sollte also immer schnellstmöglich mit einer Zeckenzange entfernt werden !

Vorbeugung

Hier hilft nur ein Zecken-Halsband. Immer darauf achten, dass bei längerer Anwendung der Wirkstoff nicht verbraucht ist.

Bei größeren Hunden auf die optimale Größe achten.

 

 

 

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