Bettwanzen erkennen 

bettwanzen bekämpfen
Bettwanze

Klären wir zuerst, was genau eigentlich Bettwanzen sind. Diese Art des Ungeziefers zählt zu den Plattwanzen und fühlt sich am wohlsten in den Schlafplätzen warmblütiger Lebewesen. Zu ihnen gehört auch der Mensch. Ihre Nahrung ist das Blut der Warmblütler. Sie zählen zu den “klassischen Parasiten”. Das Krankheitsbild, welches durch die Bisse dieser Wanzen hervorgerufen wird, wird in der medizinischen Fachsprache als Cimikose bezeichnet.

 

Die ausgewachsenen Tiere sind nicht stärker als ein Blatt Papier und sind ca. 4 bis 5 mm lang. Im vollgesaugten Zustand erreichen sie jedoch eine Körperlänge bis zu 9 mm. Die Tierchen sind behaart und von rotbrauner Farbe. Sie haben eine Lebenserwartung von 6 bis 12 Monaten.

Im Allgemeinen bekommen Menschen durch den Speichel dieser Wanzen mehr oder weniger starken Juckreiz hervor. Die Stellen der Einstiche liegen oft in einer Reihe. Oft werden die Stiche nicht sofort wahrgenommen da im Speichel dieser Tiere zusätzlich ein Wirkstoff enthalten ist, der eine leicht betäubende Wirkung hat.

In den meisten Fällen werden die Wanzen nicht sofort entdeckt. Ein von Wanzen befallener Raum hat sogar einen leichten süßlichen Geruch.

Sind die Wanzen nicht aktiv (also tagsüber), dann sind diese meist versteckt. Und zwar nicht nur in Betten sondern auch unter Möbeln, Fußleisten, Sofas, Bildern und in allen möglichen Spalten.

 

 

Auswirkungen der Wanzenbisse auf den Menschen

Bei einem gesunden Menschen besteht nach diesen Bissen keine ernste Gefahr. Die Stiche haben die Größe (mit Rötung) des Nagels eines kleinen Fingers. Oft befallen sind Arme und Beine. Aber auch auf dem Rücken oder dem Hals sind Stiche möglich.

Bei empfindlichen Menschen kann es zu einer Überreaktion kommen, verbunden mit stärkerem Juckreiz, Rötungen und Schwellungen der Biss-Stellen. Durch das unvermeidliche Kratzen an diesen Stellen kann es zu einer Entzündung des Stiches kommen.

Charakteristisch für die Erkennung sind die hintereinander liegenden Biss-Stellen. Man bezeichnet diese Erscheinung als “Wanzenstraße”.

Die Bisse erfolgen über Nacht, denn nur dann sind diese Wanzen aktiv.

Nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zählen diese Parasiten ebenfalls zu den Krankheitsüberträgern. Besonders im lateinamerikanischen Raum gab es diesbezüglich schon ernsthafte Probleme.

 

Behandlung der Wanzenstiche

Die Wirkung der Bisse auf den Menschen ist von Fall zu Fall völlig unterschiedlich. Bei einem Mensch können extreme Schwellungen auftreten und ein anderer zeigt kaum Reaktionen. Bei ca. 20 Prozent die in Kontakt mit diesen Tierchen kommen, ist gar keine Reaktion feststellbar.

Die Bisse sollten in jedem Fall behandelt werden.

In erster Linie müssen die entzündeten Stellen gestillt werden. Sind diese in einem größeren Ausmaß, wird ein Antibiotikum eingesetzt. Salben und Medikamente mit den Wirkstoffen Antihistaminika, Cortison oder Hydrocortison kommen hier zum Einsatz. Bis die Stellen abgeheilt sind, vergehen meist mehrere Wochen.

Bettwanzen fühlen sich nur nachts in ihrem Element. Daher werden diese Parasiten tagsüber selten gesichtet. Erst in der Nacht werden die Blutsauger aktiv und kommen aus ihren Ritzen. Verstecke finden sich überall. Egal ob in Möbelritzen, Fußleisten oder hinter Bildern-irgendwo findet sich ein dunkles Versteck.

Die Entwanzung des Schlafzimmers lässt sich selbst in die Hand nehmen. Dazu alle Öffnungen schließen und alles Einsprühen mit einem geeigneten Mittel.

 

 

Wie lassen sich Bettwanzen effektiv bekämpfen 

 

Soll nicht unbedingt ein teurer Schädlingsbekämpfer zu Rate gezogen werden, lassen sich recht unterschiedliche Mittel und Methoden anwenden. Diese sind auch wirkungsvoll, aber es erweist sich als sinnvoll es nicht nur bei einer Anwendung zu belassen.

Eine sinnvolle Kombination unterschiedlicher Anwendungen und Mittel gegen diese Parasiten führt am schnellsten zum Erfolg.

Anhand dieser Tabelle lässt sich gut erkennen welche Mittel wo eingesetzt werden können. Es ist eine Zusammenfassung der effektivsten Bekämpfungs-Methoden und dürften zum Erfolg führen. Wenn nicht gleich bei der ersten Anwendung, dann auf jeden Fall bei wiederholten Behandlungen.

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Wie kann ich einem Wanzenbefall vorbeugen

Um Bettwanzen dauerhaft zu beseitigen, sind vorbeugende Maßnahmen sehr sinnvoll.

Einige Tipps für vorbeugende Maßnahmen zum fern halten der Parasiten

  1. Da Ungeziefer oft vom Ausland eingeschleppt wird, ist es ratsam die gesamte Kleidung sofort zuhause bei ca. 60 Grad zu waschen
  2. Im Hotel darauf achten, dass die Zimmer hygienisch sind. Das Zimmer reklamieren, falls Ungeziefer entdeckt wird
  3. Vorsicht bei der Anschaffung von gebrauchten Möbeln. Bettwanzen sterben auch ab wenn sie Minustemperaturen ausgesetzt werden
  4. Bettwäsche regelmäßig waschen
  5. Am besten Matratzen mit abnehmbarem Bezug verwenden und diesen regelmäßig waschen

 

Ist eine Reise geplant, sind vorbeugende Maßnahmen sinnvoll

Vor der Reise lässt sich schon einiges tun um einen Befall vorzubeugen. Ein entsprechendes Kleidungspray das ungefährlich ist (Wirkstoff ist Permethrin) ist ein guter Schutz gegen Bettwanzen. Lediglich das Behältnis in das die Kleidungsstücke kommen, wird mit diesem Spray behandelt. Dieser Schutz hält sogar einige Wochen an (in der Praxis ist das erprobt im militärischen Bereich. Komplette Uniformen der Soldaten werden damit imprägniert wenn es in Länder geht, in denen solche Parasiten zu befürchten sind).

Um sich vor Parasiten im Urlaub zu schützen, ist es ratsam schon vor dem Reiseantritt einige Dinge zur erledigen. Die Koffer (sofern die Hülle aus Stoff besteht) und den Rucksack mit NoBite Kleidungsspray behandeln. Dieses Spray enthält den Wirkstoff Permethrin-ein gutes Abwehrmittel gegen Bettwanzen.

Ein so behandelter Koffer oder Rucksack wird von Bettwanzen und andere Parasiten gemieden, wenn auch nicht auf die Dauer. Aber einige Wochen dürfte dieses Spray seine Wirkung entfalten. Für den Menschen ist Permithrin unschädlich, da sogar die Uniformen der Bundeswehr-Soldaten damit behandelt werden sobald Einsätze in bestimmten Ländern vorgesehen sind.

Weiterhin gibt es unüberwindliche Barrieren gegen diese Parasiten. Hier sind verschließbare Schutzhüllen für die Gepäckstücke recht nützlich. Durch den guten Verschluss können die Tierchen nicht in die Gepäckstücke eindringen.

Im Urlaub bleiben vorerst nicht viel Möglichkeiten, diese Plagegeister sofort zu entdecken. Es lassen sich dunkle Stellen untersuchen und wenn diese entdeckt werden, dann sofort für einen Zimmerwechsel sorgen. Ist doch Misstrauen aufgekommen, dann die Kleidung in die Schutzhülle verstauen.

Nach dem Urlaub vorsichtshalber alles über 50 Grad waschen und ab damit in den Wäschetrockner. Sind Wäschestücke dabei, die nicht so hoch erhitzbar sind, dann gibt es zum Beispiel die Möglichkeit diese in einen größeren Beute zu geben. Dieser wiederum wird mit Kieselgur behandelt.

Die Wohnung am besten einige Wochen lang beobachten und eventuelle Verstecke von Bettwanzen ausfindig machen ist sehr ratsam. So wird das Bettwanzen-Problem mit der Zeit der Vergangenheit angehören.

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Die Behandlung nicht waschbarer Gegenstände

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Auch wenn diese Methoden etwas aufwändiger sind, lassen sich doch effektive Gegenmaßnahmen ergreifen. Wichtig ist es dabei zu verstehen dass Bettwanzen schon abgetötet werden wenn diese einige Zeit größerer Wärme (über 50°C) ausgesetzt werden. Auch Minustemperaturen vertragen diese nicht und werden vernichtet.

Für nicht allzu große Gegenstände und Wäschestücke besteht im Sommer die Möglichkeit, diese in einen Plastiksack/Beutel zu stecken und diesen an heißen Tagen einige Stunden in die Sonne zu legen (die Innentemperatur des Beutels wird dabei viel höher sein als die Außentemperatur. Diese lässt sich zum Beispiel mit einem Funkthermometer messen).

Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Gegenstände einzeln zu behandeln. Das einfachste Gerät hierfür ist der Staubsauger. Effektiver ist allerdings heißer Dampf, ein Anti-Bettwanzenspray, Kieselgur und spezielle Strips die für diesen Zweck entwickelt wurden.

 

Die Behandlung mit Dampf

Natürlich besitzt nicht jeder einen Dampfreiniger. Dieser ist jedoch recht effektiv zur Bekämpfung der Wanzen in jeder Entwicklungsstufe. So werden nicht nur diese Tierchen beseitigt sondern auch die Bettwanzeneier aus denen später weitere Parasiten schlüpfen. Die Temperatur sollte ca. 60-65 Grad sein.

Zu beachten ist bei dieser Methode dass die so behandelten Gegenstände danach grünlich trocknen sollten um eine Bildung von Schimmelpilz zu verhindern. Nach der Behandlung von Teppichen, Matratzen usw. den Raum gut lüften.

 

Weitere nützliche Tipps

  1. Nach Möglichkeit das Bett nicht direkt an die Wand stellen (die Wanzen kommen mitunter auch über die Wand)
  2. Unüberwindliche Barrieren anbringen: die Bettbeine unten mit doppelseitigem Klebeband versehen. Auch das Bestreichen mit Vaseline ist eine Möglichkeit.
  3. Allerdings sollte das Klebeband regelmäßig überprüft werden, denn die Klebekraft lässt mit der Zeit nach.
  4. Weiterhin besteht die Möglichkeit, das Bettlaken zu imprägnieren. Dafür wird dieses mit einem für einen Menschen ungefährlichen Mittel besprüht (Permethrin). Die Wirkung hält einige Wochen an.

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Löcher und Ritzen behandeln

Hierfür eignet sich ein besonderes Mittel: KieselgurEs ist eine weiße, pulverförmige Substanz die in erster Linie aus den Schalen fossiler Kieselalgen besteht. Es ist also ein reines Naturprodukt Die kleinen und scharfen Bruchstücke der Kieselgur-Schalen beschädigen den Panzer der Bettwanzen und diese trocknen aus.

Sämtliche Löcher und Ritzen können mit Kieselgur befüllt werden, diese Vorgehensweise ist völlig unbedenklich. Für Menschen und Haustiere ist der Gur-Wirkstoff also völlig unbedenklich.

 

Kontrolle

Über einige Wochen sollte kontrolliert werden, ob die getroffenen Maßnahmen erfolgreich waren. Nicht alles funktioniert auf Anhieb. Einige Behandlungen müssen evtl. wiederholt werden.

Ist über einige Wochen kein Befall mehr feststellbar, gilt der Fall als erledigt.